Genuss mit allen Sinnen

Heute war das Wetter endlich mal von mehr Sonne geprägt. Und das passte super zu unserem Plan an diesem letzten vollen Tag hier in Krün.
Der Vormittag war ganz entspannt. Nach dem Mittagessen packten wir zusammen und brachen zu unserer kleinen Wanderung zur Goas-Alm auf.
Der erste Teil des Weges war genau der gleiche, den wir schon am ersten Tag zu den Ziegen genommen hatten. Nur ging es heute einfach noch weiter den Weg entlang. Durch die Sonne und die blauen Flecken am Himmel wirkte das unglaublich wunderschöne Alpenpanorama umso majestätischer.
Die Berggipfel voll Schnee, die schönen Buckelwiesen, das Klingeln der Glocken von Schafen, Ziegen und Kühen in der Ferne und die vielen Kräuter und Blumen auf den Bergwiesen. Ein starker Ort, um das Leben zu genießen, glücklich zu sein und Kraft zu tanken.
Bei der Alm angekommen, gönnten wir uns Eis aus Ziegenmilch, ein Stück Quarkstrudel und zwei Hopfalas (Hopfenlimo mit grünem Tee). Und das alles im Angesicht der Berge! Ich kenne keinen Platz, an dem ich es so schön finde wie hier.
Als wir nach Hollys Vesperbrei aufbrechen wollten, hatte Hannah doch noch Hunger. So verputzte sie eine Schinkenschnitte und wir – auf den Genuss gekommen – eine große Käseplatte mit Käse aus Kuh- und Schafsmilch.
Auf dem Rückweg schlief Holly in ihrem Kinderwagen ein. Daniel, Hannah und ich suchten Kräuter (Giersch, Gänseblümchen, Blätter des Löwenzahns, des Sauerampfers, der Brenn- und Taubnessel, für eine Kräutersuppe. Wo sind sie aromatischer als auf den Bergwiesen?!

Eine Stunde später waren wir zurück auf dem Campingplatz. Holly bekam ihr Babybad und Hannah durfte auch in die Badewanne. Gibt es hier nämlich neben den Duschen auch.

Jetzt schlafen die Mäuse. Daniel und ich sitzen das erste Mal eingemummelt vor dem Wohnwagen. Bei Kerzenschein. Mit Blick auf die immer noch sichtbaren schneebedeckten Berggipfel.

Partnachklamm – wir kommen!

Von Anfang an habe ich mir gewünscht, in unserem Urlaub eine Klamm zu besuchen. Deshalb haben wir uns auch diesen Campingplatz herausgesucht. Er ist nämlich nur 15 Minuten von der bekannten Partnachklamm entfernt. Und genau die haben wir heute besucht.

Der Hinweg war grässlich – Milliarden von Menschen, die hinter einem standen und auf den engen Wegen warteten, bis ich ein Foto gemacht hatte oder einem entgegen kamen; eine ständig weinende Hannah, weil sie schnell zurück wollte zu ihrer Pferdekutsche und das laut brausende Wasser, dass die Atmosphäre mit noch mehr Spannung füllte. Naja, der Zustand, in dem ich aus der Klamm in den Sonnenschein trat, war alles andere als entspannt.
Wir setzten und ans Kiesufer und aßen unseren Proviant. Hannah und ich steckten ein oder zwei Zehen in das eiskalte Bergwasser und bauten einen Turm aus Steinen.
Und dann konnten wir nicht mehr warten – Hannah musste dringend zurück zu ihrer Pferdekutsche, mit der sie von Herzen gerne vom Einfang der Klamm zurück zum Parkplatz fahren wollte.

Auf dem Rückweg durch die Partnachklamm konnte man durch den nachgelassenen Besucherstrom den Weg besser genießen. Das laute Donnern des Wassers, die spritzenden Tropfen von oben, die eindrucksvollen Wölbungen im Stein – über viele Jahre von den Wassermassen geformt.

Aus der Pferdekutsche gestiegen, nahmen wir den Weg über die Olympia-Skisprung-Schanze.

Zurück auf dem Campingplatz kuschelte Daniel mit Holly. Hannah und ich kümmerten uns um die Wäsche und das Geschirr.

Um 18Uhr saßen wir im Campingplatz-eigenen Restaurant. Hannah bestellte – wie immer – Pommes und ihren geliebten Salat. Daniel und ich teilten uns einen Frühlingssalat und mmmmhhhhh-leckere Spinatknödel in zerlauferner Butter und Parmesan. Er bestellte Hirschbraten und ich Spanferkelrollbraten mit Breznknödeln.



Alpenluft und Bergseefeeling!

Um 12Uhr starteten wir ganz entspannt in Richtung Alpen. Nach 1,5h und einigen Serpentinen kamen wir bei unserem Alpen-Caravanpark am schönen Tennsee bei Krün an. Nicht weit von Gamisch-Partenkirchen entfernt. Umrundet vom Bergpanorama. Mit toller Ausstattung: Spielplätze, Restaurant, Café mit selbstgemachtem Eis und großartigen Torten. Und sogar mit einem extra warmen Bad nur für Babys. 🥰

Bergluftgenießen, Schaukeln und Klettergerüste unsicher machen, Aufbauen, Mittagsruhe, frühes Abendbrot, Eis und Torte als Nachtisch.
Umgebung erkunden: Eigentlich wollten wir nur kurz ein wenig schauen, was der Campingplatz zu bieten hat. Dann wurde doch ein Spaziergang entlang des Tennsees daraus.
Und weil da ein kleiner Pfad den Berg hinaufführte, mussten wir der Neugier folgen. 😇 Durch ein kleines Waldstück hindurch kamen wir an die wunderschönen von der Eiszeit geformten Buckelwiesen!
Hannah stiftete uns dazu an, wie sie den Berg hinab zu kullern! Sehr gute Idee!!!
Wir fanden Alpen-Enzian und bestaunten die Aussicht auf schneebedeckte Berggipfel!
Schließlich entdeckte Hannah die Schafe und war hin und weg! 🫠🐑
Am lautesten kicherte Holly als wir den Weg zurück zum Pfad über all die Buckel rannten. Verrücktes Huhn! 🤪

Dinos, Dinos und nochmal Dinos!

Sagen wir mal so – die Kinder haben diese Nacht super geschlafen.

Plan für heute: Kindermuseum München und Abendessen im Wirtshaus mit meiner Schwester Henriette und Victoria.

Da es im Leben oft anders kommt, als man denkt, ist keiner unserer Pläne in Erfüllung gegangen. Das Kindermuseum hat mittwochs nämlich zu.

Unsere Alternative: das Dinosaurier-Freilichtmuseum in Altmühltal. Weil Dinos bei uns seit Monaten hoch im Kurs sind, haben wir schon viele Urzeitkreaturen gesehen. Aber bezüglich der Umgebung, in der sie eingebettet sind, kann nichts das heutige Museum übertreffen: Über 60 super gearbeitete und deshalb sehr realitätsnahe Dinosaurier im Wald, auf Steinhügeln, in Tümpeln, zwischen hohen Baumwipfeln. Wirklich! Es war grandios, dem Waldpfad zu folgen und 400 Millionen Jahren Erdgeschichte entlangzuwandern. Vom Karbonzeitalter, über die Trias-, Jura und Kreidezeit bis hin zum Aussterben der Dinos und der Eiszeit samt Entwicklung der Affen zum Menschen.

Eine klare Empfehlung! Für alle Alterstufen, besonders für Familien mit Kindern. Wir legten ein Sprint hin und fanden heraus, dass selbst unser Schnellstes gerade mal die Hälfte dessen war, was ein T-Rex schaffte. 😳🦖 Ich schaukelte auf der Riesenkettenschaukel und aß mit Daniel unsere erste bayrische Leberkas-Semmel. Hannah nahm auf dem Spielplatz auf halber Strecke die Seilbahn und das riesige Springkissen. Schließlich knieten wir alle in einer Art Ausgrabungsstätte und siebten Halbedelsteine und Knochen aus dem Kies.
Mit Holly ließ ich es mir zum Schluss nicht entgehen, das weltweit einzige vollständige Skelett eines jugendlichen Tyrannosaurus Rex zu bestaunen. Ein neuer Teil der Ausstellung zeigte echte Dino-Eier in ihren Nestern. Wow! Eindrucksvoll!


Zurück im Auto starteten wir nun also gen München. München + Feierabendverkehr = blöde Idee, weil STAU! Nach vielem Hin und Her sagten wir das Essen mit Henriette und Victoria überaus schweren Herzens ab und fuhren auf unseren zweiten Campingplatz im Westen von München MIT Dusche.
Um 19:30Uhr angekommen, gab es Suppe und geröstetes Brot sowie das allabendliche Ritual für beide Kinder.

Schlafen!!! Gute Nacht!!!

On the go again!

Hi ihr Lieben!

Wir sind wieder auf dem Weg durch die Welt. 😇
Die letzten Tage waren anstrengend: Nachdem wir am Samstag nach Hause gekommen waren, hieß es nicht nur Wäschewaschen, sondern auch auspacken, erneut einkaufen und ganz besonders in 18 benötigten Stunden die neuen Bezüge für die komplette Sitzecke im Wohnwagen nähen. Alter Schwede! Mein Rücken! Aber gut, kurz vor knapp bin ich fertig geworden und echt zufrieden. Der Wohnwagen sieht nun viel frischer und gemütlicher aus. 😍 Habe ich aber auch nur geschafft, weil Daniel beide Kinder genommen und mir einige andere Aufgaben abgenommen hat. 🫶🏻

Zudem war Daniels Auto kaputt. Mit Motorkontrollleuchte wollten wir nicht starten, weshalb wir heute in Halle auf Mamas Mercedes umsteigen. Viel bessere Zugkraft! Viel sichereres Fahren! DANKE! 🚘

Wir wussten, dass wir in Richtung München wollten, waren aber ansonsten offen für alles. Und so ergab es sich, dass meine Freundin Marie-Christin durch Zufall anrief, eigentlich nur mit mir telefonieren wollte, dann aber meinte, sie sei in Bayreuth bei ihrem Freund Thomas. Und da dies sowieso auf unserem Weg lag, stoppten wir, ankerten das erste Mal mit UNSEREM Wohnwagen auf einem öffentlichen Stellplatz, liefen die 25Min. in die Innenstadt und warteten beim Asiaten um die Ecke auf die beiden. Bei Udon-Nudeln, grünem Curry, frittierten Sushi-Rollen, Sommer- und Frühlingsrollen saßen wir schließlich gemütlich im Warmen und quatschten.
Holly bekam ihren Abendbrei, Marie-Christin und ich probierten Bubble-Tea. Wassermelone-grüner Apfel. 🍏

Gegen 21:30Uhr mussten wir uns wieder verabschieden. DANKE für die kleine Stadtführung mit dem Bayreuther Todesstern, dem roten Schaukelpferd für Große, der schönen Wilhelmine, dem Marktplatz samt Maibrunnen, Maibaum und Wasserspielplatz, dem Mini-Bayreuth, der Opera als Weltkulturerbe und zwei spannenden, hautnah erlebten Polizeieinsätzen 🫢🚔.
Mannometer! 😇😁


Nun liegen wir hier in unseren Wohnwagenbettchen. Die glückliche Hannah schläft, die vorhin kickernde Holly auch. 💛💛
Mal sehen wie sie wird – die erste Nacht im eigenen Wohnwagen.

Sonne, Sandstrand & Helikopter-Rettung

Gestern sind wir nach dem Frühstück alle gemeinsam nach Kobyla Góra. So ein schöner Ort mit einem wunderschönen See samt wunderschönem Sandstrand. Aber vor dem Mittagessen ging es natürlich erstmal zum NIVEA-Spielplatz. Für Hannah und natürlich auch für Holly. Schaukeln! Sand! Ganz toll für beide Mädels. 💦☀️


Schnitzel und Pommes zum Mittag und … für Hannah richtig mega: Ziegen zum Streicheln und Füttern.
Und dann ein wirklich seltenes Highlight – genau angepasst. Polizei, Militär und Hilfsorganisationen proben den Angriff vom Feinden. Zu Wasser und aus der Luft. Einen Militärhubschrauber ganz nah zu sehen, wie er drei vermeintlich in Not geratene Menschen aus dem Wasser rettet.


Und danach endlich Kuchen am Sandstrand für uns Erwachsene. Für Hannah Zeit zum Spielen und barfuß durch den Sand rennen. Für Holly Zeit für ein kleines Nickerchen und danach nackige Füßchen im Wasser und Sand.
Am Abend sahen wir endlich Anna mit ihrem Mann Martyn und ihren Kindern wieder. Beim unseren letzten Besuch war ihr dreijähriger Sohn noch im Bauch. Das war toll! 😍

Mit voll gepacktem Auto ging es heute gen Heimat. Wir sind gut in Dessau angekommen. Hoffentlich geht es am Dienstag in den zweiten Teil unseres Urlaubs. Zuvor muss die Apotheke Hollys neues Epilepsie-Medikament vorbereiten.

Vier Kinder und 186 Chromosomen!

In der vergangenen Nacht hatte Daniel Holly-Dienst – zumindest ab 2:30 Uhr, vorher war ich dran. Keine leichte Aufgabe, wenn die kleine Dame aller 15 Minuten unruhig wird. 😇

Naja, auf jeden Fall war das Frühstück ein kleine Highlight, weil Hannah ihr DJ-Pult aufgebaut hatte, um Hollys Geklapper und Daniels Getrommel mit Kindermusik aus dem Babyspielzeug begleitet hat. Ein wahrer Ohrenschmaus. 😅😅😅 Ich war natürlich auch dabei und habe mit meinem Schokobrötchen jongliert. 🤭

Daniel und Holly verbachten den Vormittag damit, Schlaf nachzuholen. Hannah, Onkel und ich fuhren nach Kepno – also die nahegelegene, größere Stadt. Wenn wir hier in Polen mal zu Besuch sind, bekommen die Kinder so viel Geld und Spielzeug von den Verwandten geschenkt. Das Gefühl, sich vom eigenen Geld Kleidungsstücke auszusuchen, hatte Hannah noch nie. Sie hat gestrahlt. Was dabei herauskam? Ein Glitzerkleid natürlich. 🫠 Am glücklichsten und stolzesten war sie allerdings, als sie ihre Barbie an der Kasse selbst bezahlen durfte.
Mit einem Eis auf der Hand zeigtrn wir Hannah „den Ring“ – den ringförmig gebauten Marktplatz der Stadt.

Anielas Gulasch zum Mittag war ein Gedicht. Das Telefonat mit meiner Schwester wunderbar. Und die anschließende Mittagsruhe eine Wohltat.

Um 17Uhr kam Agnieska und 17:30Uhr Krzysztof mit seiner Frau Joanna und den Kindern Alicja und Wojtec. Nichte und Neffe von Tanta Aniela. Agnieska und Krysztof kenne ich schon, seitdem ich ein Kind war. Auf Oleks und Hannas zweitägiger Hochzeit vor vielen, vielen Jahren haben wir zusammen gefeiert. Und uns dann aller drei bis fünf Jahre wiedergesehen. So eben auch heute. Oh Mann, ich war echt mal in Kryszstof verliebt und hatte sogar etwas Polnisch gelernt. Aber das ist sehr lange her. 😂
Und wisst ihr, was das Beste ist: Unsere Kinder haben zusammen 186 Chromosomen. Denn ihr großer Wojtec ist vor sechs Jahren auch mit dem Down-Syndrom zur Welt gekommen. Und vor einem Jahr unsere Holly.
Hannah und die dreijährige Alicja haben schön miteinander gespielt und gemalt.

Es war mega spannend, uns über unsere Leben, die Kinder und die Therapien auszutauschen. Ähm … mit Englisch, Denglisch, Übersetzungen von Tante, Händen und Google.Translater. 😁 Wirklich, es war eine tolle Zeit. Wir haben alle viel gelacht. 🥰  Und beim Foto zum Schluss gab es noch einen spontanen Kuss von Wojtec an Holly. 😍

Kinder ins Bettchen, Eierlikörchen und ein Kapitelchen meines Buches.

Highlight: Picknick im wunderbar Grünen

Ach, die Zeit bei Onkel und Tante ist immer wieder abenteuerlich. 😇
Nach einem guten Frühstück und einem mittelkleinen Scheckmoment, packten wir alles, was wir für unseren Ausflug brauchen würden, ein.
Dann fuhren wir zu einer Ritterburg in Biskupice – an einem idyllischen See gelegen. Obwohl wir nur den Innenhof anschauen wollten, wurde uns netterweise auch die Schreibstube geöffnet und der Raum, in dem sich Schwerter und Rüstungen befanden. Wenn man Kettenhemd und Schwert anprobiert, kann man sich kaum vorstellen, wie es die Ritter früher mit diesem Gewicht über lange Strecken auf den Pferden ausgehalten haben. 🥵
In einem Waldstück nebenan breiteten wir unsere Decke aus und genossen ein kleines Mittagspicknick im Grünen.
Nach ein paar Einkäufen fuhren wir zurück zu Tantes und Onkels zu Hause: für Hannah ging es nach Kuchen, Kaffee und Eis auf den Spielplatz, für Holly auf ihre Decke zum Spielen und Rumrollern.
Gleich gibt es Bigos zum Abendessen! Ohne Bigos kein ordentlicher Besuch in Polen. 😄


Es geht endlich wieder los!

Der letzte Urlaub ist schon eine Weile her und die letzten Wochen bzw. Monate waren bekanntlich nicht so einfach. Deshalb geht es nun endlich wieder auf Reisen, um herauszukommen und aufzutanken.
Heute sind wir nach Polen aufgebrochen, um Onkel und Tante sowie die restliche Verwandschaft zu besuchen. Wir sind schon ganz gespannt, wer und was und wie sich alles verändert hat. Und womit wir die nächsten Tage füllen werden. ☀️

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